Tagesarchiv: 6. November 2011

Journalisten haben es schwer. Das ist aber kein Grund, die wahren Gründe des Versagens der Medien nicht beim Namen zu nennen

Marionette

Quelle: NachDenkSeiten

Jeden Tag könnte man an unseren Medien verzweifeln: Üble pauschale Kampagnen gegen die Griechen und andere Völker, dumpfer Nationalismus, unbegründeter, fast schon gleichgeschalteter Jubel über Angela Merkels Gipfelleistung, kein Biss, oft bar jeden kritischen Verstands, Denkfehler, voll von PR und Kampagnen, etc..

Ein Musterbeispiel waren die Tagesthemen vom 3.11.2011. – Wenn man Journalisten ob ihrer oft mangelhaften Leistung kritisiert, reagieren sie höchst pikiert. Kritik vertragen sie nicht oder schieben sie ab. Jetzt sind auch noch wir Internet-Blogger schuld an ihrer Misere. Albrecht Müller. Weiterlesen

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Patienten bezahlen FDP-Geschenke an die Zahnärzte

Monitor

Quelle: Monitor – ARD

Ein scheinbar harmloser Begriff: „Festkostenzuschuss“. Dahinter verbirgt sich ein System, das immer mehr Kosten im Bereich der Zahnbehandlung auf die Patienten abwälzt.

Die gesetzlichen Krankenkassen zahlen nur noch eine feste Summe, den Rest muss der Patient mit seinem Zahnarzt direkt abrechnen – nach Gebührenordnung. Und die erlaubt es dem Zahnarzt auch mal kräftig zuzulangen. Ob das gerechtfertigt ist, prüft keiner mehr, der Patient steht alleine da, denn die Kasse zahlt ja einen Festkostenzuschuss und überprüft die Rechnung deshalb nicht mehr. Jetzt will Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr die Honorare für die Zahnärzte genau in diesem Bereich erhöhen. Und überhaupt: Ginge es nach dem FDP-Mann sollte dieses Privatisierungs-Modell auch in anderen Bereichen der medizinischen Versorgung Einzug halten. [zum Beitrag]

Filmbeitrag als Video

Rot und Grün und viele Medien kleben an der Agenda 2010 und den dahinter steckenden neoliberalen Vorstellungen

Agenda 2010 Kanzler Schröder (SPD)

Aus NachDenkSeiten

Dieser Befund ist nicht unbedingt neu. Aber man gibt sich – auch ich gebe mich – gelegentlich der Hoffnung hin, unter dem Eindruck des offensichtlichen Scheiterns der neoliberalen Theorie würden sich zumindest Rot und Grün und einige Medien eines Besseren besinnen. Das ist leider nicht der Fall. Die aggressive Reaktion auf das Grundsatzprogramm der Linken ist ein aktueller Beleg dafür. Die programmatischen Festlegungen der Linken sind in wichtigen Teilen ein Spiegel, den die Linkspartei der SPD und den Grünen hinhält. Sie erkennen darin, dass sie wichtige und richtige eigene Positionen verlassen und verraten haben. Deshalb die Aggression. Albrecht Müller.

Belege dafür, dass sich leider nichts bewegt – beispielhaft bei der SPD.

Nach wie vor Bekenntnisse zu Schröders Agenda 2010

Wenn man wie ich in der vergangenen Woche an Veranstaltungen mit vielen Sozialdemokraten und mit Spitzenpolitikern der SPD als Redner teilnimmt, dann bekommt man fast schon klischeehaft zu hören, an der Agenda 2010 sei nicht alles falsch gewesen, sie sei im Kern richtig und außerdem sei sie ein Erfolg. Bei solchen Reden klatschen sogar Gewerkschafter, auch solche, die aus ihrer eigenen Erfahrung wissen müssten, was die so genannten Arbeitsmarktreformen angerichtet haben: den extremen Zuwachs der Leiharbeit und der prekären Arbeitsverhältnisse, die Zerstörung einer funktionierenden Arbeitslosenversicherung, usw. – Diese Zumutungen werden dann zu guter Letzt auch noch als Erfolg der Agenda 2010 gefeiert. Weiterlesen