Tagesarchiv: 17. November 2011

Ex-AWD-Manager: „Das ganze ist ein System.“

Bundespräsident Wulff urlaubt bei Finanzdienstleister Maschmayer (AWD) Foto: Leipziger Montagsdemo

Quelle: Wirtschaftsblatt

Ein ehemaliger hochrangiger Manager des AWD sieht aber nicht nur die Kunden als Opfer von Strukturvertrieben, sondern auch die einfachen Vermittler. Sie würden in eine Schuldenspirale gedrängt, was einen Ausstieg de facto unmöglich mache. Schlagworte wie „mafiös“ und „Sekten“ fallen.

In Österreich etwa hat der Finanzvermittler AWD Immofinanz-Aktien großflächig an den Mann und die Frau gebracht und muss sich nun mit tausenden Anlegerklagen herumschlagen. Der – heftig bestrittene – Vorwurf: Systematische Fehlberatung.

Ein ehemaliger hochrangiger Manager des AWD sieht aber nicht nur die Kunden als Opfer von Strukturvertrieben, sondern auch die einfachen Vermittler. Sie würden in eine Schuldenspirale gedrängt, was einen Ausstieg de facto unmöglich mache. Bei einem Hintergrundgespräch gemeinsam mit dem Verein für Konsumenteninformation (VKI) in Wien berichtete der Ex-Manager am Donnerstagabend von „mafiösen Methoden“, „psychologischem Infiltrieren“, undurchsichtigen Provisonsflüssen und macht klar: „Das ganze ist ein System.“    weiterlesen…

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Der Verfassungsschutz – Staat im Staate

Bundesamt für Verfassungsschutz

Quelle: Spreerauschen.net

Um den Schutz der Bürger und des Staates zu gewährleisten, hat man dem Verfassungsschutz einige ganz spezielle Hilfsmittel an die Hand gegeben. Eine der “spezifischen Stärken des Verfassungsschutzes” ist nach eigenen Angaben die Tatsache, dass man “eigenständige Vertraulichkeitszusagen” geben kann. Das heißt nichts anderes, als dass die Verfassungsschützer jedweden Ganoven anheuern können, damit er fürderhin für sie und unseren Staat arbeitet.

Dazu bedarf es weder einer richterlichen Genehmigung noch der Zustimmung einer übergeordneten Behörde. Die Herren sind völlig frei in der Entscheidung, wen sie für sich arbeiten lassen wollen. Damit sie das alles mit reinem Gewissen tun können, hat man ihnen ein weiteres noch spezielleres juristisches Werkzeug an die Hand gegeben. Die Beschützer unserer Verfassung haben “keinen Strafverfolgungszwang”. Das ist immer dann extrem praktisch, wenn der angeheuerte Ganove mal über die Stränge schlägt und mit dem Gesetz in Konflikt kommt. Bei Lichte betrachtet, ist das zwar nicht die Lizenz zum Töten, á la James Bond 007, kommt dem allerdings recht nahe…
Das aus rechtsstaatlicher Sicht mehr als bedenkliche Paket aus eigenständigen Vertraulichkeitszusagen und ausgeschaltetem Strafverfolgungszwang wird umrahmt von “strengen Geheimschutzvorschriften” und einer “großen Datensicherheit”. Unsere Schlapphüte sind damit quasi von unserem Rechtssystem abgekoppelt.   weiterlesen…

Zahl der Wohnungslosen in Deutschland steigt

Als Beispiel - Obdachlos in Hamburg 2010 (Fotoquelle: Detlev Bischof)

Quelle: Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe e.V.

Die BAG Wohnungslosenhilfe (BAG W), der Dachverband der Wohnungslosenhilfe in Deutschland, sieht einen deutlichen Anstieg der Wohnungslosigkeit in Deutschland. Die BAG W prognostiziert bis 2015 sogar einen weiteren drastischen Anstieg der Wohnungslosigkeit um 10 – 15 % auf dann 270.000 bis 280.000 Menschen.

2010 waren ca. 248.000 Menschen in Deutschland ohne Wohnung, 2008 waren es noch 227.000. Weitere ca. 106.000 Menschen waren in 2010 (2008: 103.000) von Wohnungslosigkeit bedroht, d.h. bei ihnen stand der Verlust der Wohnung unmittelbar bevor. In 2010 zählten also insgesamt ca. 354.000 zu den sog. Wohnungsnotfällen, in 2008 waren es noch 330.000.   weiterlesen…

Neonazi- und Geheimdienstsumpf trocken legen! NPD-Verbot jetzt!

Sevim-Dagdelen

PM von Sevim Dagdelen, migrationspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Bundestag

„Die ungestraften faschistischen Morde und ungesühnten Pogrome gegen Ausländer in den letzten 20 Jahren belegen: Der nationalsozialistische Untergrund in Deutschland ist zugleich auch ein Geheimdienst- und Sicherheitsbehördensumpf. Die Rolle des Verfassungsschutzes bei der Verschleierung der faschistischen Morde an Ausländern muss lückenlos aufgeklärt werden.

Die Verantwortlichen in den Sicherheitsbehörden auf Landes- und Bundesebene müssen zur Rechenschaft gezogen werden und eine öffentliche Untersuchung durch eine Unabhängige Untersuchungskommission über Unterstützer und Sympathisanten der Neonaziszene eingeleitet werden. Es kann ferner nicht sein, dass der Staat Faschisten und Mörder schützt und stattdessen von einer angeblichen Terrorgefahr durch Islamisten oder Linke schwadroniert. Das ist unerträglich. Weiterlesen