Tagesarchiv: 24. November 2011

Udo Pastörs (NPD): „Dann sehen Sie, dass Sie kein Deutscher sind!“

Udo Pastörs, Landtagsabgeordneter in Mecklenburg-Vorpommern und stellvertretende Bundesvorsitzende der NPD

Quelle: Polit Blog Jacob Jung

19.11.2011 – Vor zwei Tagen kam es im Rahmen der vierten Landtagssitzung im Parlament von Mecklenburg-Vorpommern zu einem Eklat. Ein Abgeordneter der Linksfraktion, Dr. Hikmat Al-Sabty, brachte für seine Fraktion den Antrag ein, Asylbewerber dezentral in Wohnungen statt zentral in Heimen und Lagern unterzubringen.

Udo Pastörs, Landtagsabgeordneter in Mecklenburg-Vorpommern und stellvertretende Bundesvorsitzende der NPD, attackierte Dr. Hikmat Al-Sabty  während seiner Rede verbal: Sie haben einen deutschen Pass. Wenn Sie in den Spiegel schauen würden, würden sie erkennen, dass sie kein Deutscher sind.“

Die aktuelle Debatte um Rechtsextremismus in Deutschland und ein erneutes NPD-Verbot führt in den Medien nicht zu einer höheren Aufmerksamkeit in Bezug auf rechte Übergriffe. Als einzige Zeitung berichtet „neues Deutschland“ über den Vorfall. Weiterlesen

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Nach Georg Kreisler nun auch Ludwig Hirsch. Tot, mausetot!

Quelle: Notizen aus der Unterwelt ~ Der kritische Blog von Klaus Baum

Ludwig Hirsch ist tot

„Vielleicht zum letzten Mal“ hat die letzte Konzerttour von Ludwig Hirsch geheißen. Ein Mal konnte er sie wiederholen, jetzt ist der Musiker mit Liedern urwienerischen Inhalts tot. Hirsch nahm sich heute in einem Wiener Spital das Leben.

„Die letzte Wiederholung. Und damit ist es ja vielleicht wirklich das letzte Mal, dass es passiert. Schau ma mal. Vielleicht ist ja schließlich nicht sicher“, sagte Hirsch im September 2010 in einem Interview über die Wiederholung seiner Tournee. Danach veröffentlichte Hirsch noch das Buch „Ich weiß es nicht wohin die Engel fliegen“ mit allen seinen Liedtexten. Noch im Juli gab der Chansonnier Konzerte in ganz Österreich.

Dabei dürfte es ihm jedoch schlechter gegangen sein, als es den Anschein hatte. Zuletzt wurde er wegen einer Lungenentzündung im Wilhelminenspital behandelt. Heute Früh setzte er seinem Leben ein Ende, wie sein Management gegenüber Radio Wien bestätigte.

Nachruf zum Anhören

Ein Nachruf des Radio-Wien-Musikexperten Tommy Vitera

Münchhausen 2.0: Guttenberg droht mit Rückkehr

Quelle: Polit Blog von Jacob Jung

24.11.2011 – Im Krieg, in der Liebe und wohl auch in der Politik ist alles erlaubt. Wer davon ausging, Karl Theodor zu Guttenberg nach Rücktritt und Auswanderung in die USA endgültig losgeworden zu sein, der muss sich eines Besseren belehren lassen.

Kaum hat Staatsanwaltschaft in Hof das Verfahren gegen den überführten Plagiator und ehemaligen Polit-Liebling der Nation gegen Zahlung von 20.000 Euro eingestellt, da steht Guttenberg in den Startlöchern und droht gegenüber der „ZEIT“ mit Rückkehr ins politische Leben. Ob diese innerhalb der CSU oder in einer neuen Partei erfolgen wird, bleibt zunächst offen.

Kein öffentliches Interesse an einer Strafverfolgung

Bereits im Oktober hatte die Leipziger Volksstimme darüber berichtet, dass sich Karl-Theodor zu Guttenberg in kleinem Kreise äußerte, er habe sich mit den Behörden „prinzipiell geeinigt“. Seit gestern ist es nun offiziell: Die Staatsanwaltschaft in Hof stellt das Verfahren gegen den ehemaligen Minister gegen Zahlung von 20.000 Euro ein.

Zu gering sei der wirtschaftliche Schaden durch dessen Urheberrechtsverletzungen und außerdem habe sich Guttenberg nicht an seiner abgeschriebenen Doktorarbeit bereichert. Den Schaden an der Glaubwürdigkeit des akademischen und des politischen Betriebes hat die Behörde scheinbar nicht in ihre Entscheidung einbezogen. Auch die Überlegung, dass im Falle eines überaus eitlen und vermögenden Täters nicht die finanzielle Bereicherung sondern stattdessen der unberechtigt erworbene Rufzuwachs und die Steigerung der Karrierechancen die Motivlage prägen, floss nicht in die Entscheidung der Staatsanwaltschaft ein. Weiterlesen

Sie sterben uns alle weg…

Quelle: ad sinistram

Kreisler machte Mut. Wieder ein Mutmacher weniger. Bleiben uns all die mitläuferischen und vermainstreamten Künstler und Künstleroide, die hin und wieder wutbürgerlich entbrannt so tun, als würden sie der politischen und wirtschaftlichen Macht fernstehen, um just bei irgendwelchen ministerialen Aktionen als Werbefigur herzuhalten. Kürzlich Degenhardt – jetzt Kreisler. Die Unbeugsamen, die den Mainstream, diesen Malstrom, mieden und die sich kein Blatt auf den Mund klebten, sie sterben aus. Uns bleiben dafür Biermänner, einst Dissidenten, heute herrschaftliche Nachbeter, die mit der Macht speisen und sich schon für kritisch erachten, weil sie vor der Kanzlerin keinen Schlips tragen.

Hier ein Lied von Georg Kreisler aus dem Jahre 1997(!), wo Kreisler sehr zutreffend beschrieb, was die Folgen der Politik des starken Euros sein könnten:

Der Euro