Desaster Bologna

Bildquelle: Google

Quelle 1: Deutschlandradio (Text)
Quelle 2: Deutschlandradio http://-%20mp3

Mehr Mobilität, kürzere Studienzeiten: Die Ziele der Bologna-Reform klangen vor zehn Jahren fast wie im Märchen. In Wirklichkeit hat das Projekt bloß Milliarden gekostet, der deutschen Wirtschaft geschadet und hunderttausende Studierende frustriert, meint Christian Scholz:

“Als erstes haben die Professoren aus gutem Grund die ihnen gegen ihren Willen aufoktroyierte Verschulung nicht akzeptiert. Sie haben zwar – und da spricht auch nichts dagegen – eine ganze Reihe von spezialisierten Bachelor- und Masterprogrammen initiiert, ansonsten aber blieben sie in der Welt der konsekutiven Einstufigkeit. Dann haben die Studierenden die Bologna-Reform nicht nur nicht angenommen, sie haben sie boykottiert und sind dabei, sie vollkommen außer Kraft zu setzen. So wollen fast alle Bachelorstudenten wie im alten System sofort den Master machen – und zwar im Regelfall ohne Fachwechsel und ohne Hochschulwechsel. Also: nichts mit Mobilität, nichts mit Zweistufigkeit, nichts mit Studienzeitverkürzung.

Drittens die Unternehmen: Trotz medienwirksamer Aktionen vom Typ “Bachelor Welcome” bleiben Bachelor weitgehend ungeliebt, weil sie eben nicht die Qualifikationen mitbringen, die früher Diplom-Absolventen hatten. Natürlich stellen Unternehmen Bachelor ein. Von spezifischen Angeboten für Bachelor ist aber nicht mehr die Rede. Für Unternehmen gibt es ganz einfach Akademiker – und im Zweifelsfall nimmt man die mit den besten Qualifikationen, also solche mit einem Diplom oder zumindest einem Master.”

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