Die Selbstmordstrände von Griechenland

Promenade in Euböa – Bidquelle: Wikimedia Commons

Quelle: Das Erste ttt

Rückschau: Das Idyll und der TodDie Fotografin Eva Leitolf zeigt die Selbstmordstrände von Griechenland

„Insel der Träume“ heißt ein Strand auf der griechischen Insel Euböa. Es ist der Lieblingsort eines 56jährigen Kleinunternehmers. Am 22. Februar dieses Jahres erschießt er sich dort mit einem Revolver. In seinem Abschiedsbrief prangert er die Sparmaßnahmen seiner Regierung an, die von IWE, EZB und EU diktiert würden. Lieber wolle er in Würde sterben, als im Müll nach Essbarem zu suchen, schreibt ein Anderer.

Selbsttötung ist in Griechenland zwar ein Tabu. Trotzdem hat sich die Selbstmordrate seit der Euro-Krise mehr als verdreifacht und einige der Lebensmüden suchen sich für ihren Selbstmord einen ganz bestimmten Ort aus: das Meer, die Stelle am Strand, die für sie Heimat war.  Strände, an denen wir gerne Urlaub machen.

20. April 2012 – ein Strand in der Nähe der Kleinstadt Psachna. Ein Bauer schießt sich in den Bauch und stirbt. Sein Land soll verpfändet werden. Im Polizeibericht steht später: Tod durch Ertrinken.

Das Idyll und der Tod: Eva Leitolf zeigt die Selbstmordstrände von Griechenland

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