Hans Leyendecker: Dunkle Gründerjahre des BKA Braune Wurzeln

Bildquelle: sdaj-netz.de

Quelle: SZ

Ende der fünfziger Jahre bestand die Führungsetage des Bundeskriminalamtes (BKA) aus 47 Beamten. Nur zwei von ihnen hatten keine braune Weste. Viele waren bei der Geheimen Staatspolizei (Gestapo) gewesen, bei Einsatzgruppen oder der Geheimen Feldpolizei, die vor allem in Weißrussland schwere Verbrechen an der jüdischen Bevölkerung begangen hatte. 33 der Beamten hatten als ehemalige SS-Führer gedient…

Mit großer Mehrheit war 1951 vom Bundestag der Artikel 131 des Grundgesetzes verabschiedet worden. Darin wurde die Wiedereinstellung von Beamten geregelt, die “aus anderen als beamten- oder tarifrechtlichen Gründen” entlassen worden waren – wegen ihrer NS-Vergangenheit. “Wir sollten jetzt mit der Nazi-Riecherei Schluss machen” erklärte ein Jahr später der damalige Bundeskanzler Konrad Adenauer. Das war der Startschuss zu einer Art Resozialisierung der NS-Kriminalbeamten.

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