Die drohende Inflation – geht es jetzt an Rente und Erspartes?

Quelle: phoenix

Darüber diskutiert Michael Hirz mit:

Oskar Lafontaine (Fraktionsvorsitzender DIE LINKE im Saarländischen Landtag) und Prof. Michael Hüther (Direktor Institut der deutschen Wirtschaft Köln)

Moderation: Michael Hirz

Anmerkung unseres Lesers S.P.: Das Thema: “Die drohende Inflation – geht es jetzt an Rente und Erspartes?” fügt sich zwar völlig in die den deutschen Austeritätskurs flankierende Inflations-Angst-Kampagne des Mainstreams, doch gelingt es Oskar Lafontaine immer wieder, seinem Mitdiskutanten Michael Hüther in die neoliberale Parade zu fahren. Allein bei der klassischen neoliberalen These, wonach die Bekämpfung der Inflation die beste Sozialpolitik sei, ist es Hüther gelungen, Lafontaine m.M.n. ein wenig in die Ecke zu treiben, weil er zugestehen mußte, dass eine höhere Inflation die kleinen Einkommensbezieher hart treffen würde, wenn diese Kaufkraftverluste nicht durch eine entsprechende Erhöhung der Bezüge ausgeglichen würden. Leider hatte ich zu spät eingeschaltet. Deswegen weiß ich nicht, ob schon vorher zur Sprache gekommen war, dass die Zentralbank bis Anfang der 80-ger Jahre (soweit ich weiß) bei ihren Entscheidungen auch deren Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt zu berücksichtigen hatte. Die Fokussierung ihres Mandats auf die reine Inflationsbekämpfung hat dazu geführt, dass sie seit Beginn der 90-iger Jahre jeden noch so kleinen Aufschwung durch Leitzinserhöhungen zuverlässig ausgebremst hat, um “Inflationsgefahren” vorzubeugen. Wie sehr mag diese blinde Politik wohl den Geringverdienern, ja den Arbeitsnehmern insgesamt, geschadet haben?

„passend“ dazu: Inflation reißt tiefes Loch in Rentner-Budget

Quelle: Manager Magazin

Obwohl die Renten in Ost und West seit dem Jahr 2000 teils stärker gestiegen sind als es die Mechanismen für den Generationenausgleich vorsahen, reichen die Erhöhungen für eines nicht mehr: den Lebensstandard zu halten. Deutsche Rentner müssen teils drastische Kaufkraftverluste hinnehmen.

Anmerkung unseres Lesers J.A.: In völliger Verdrehung der Tatsachen – aber auf einer Linie mit der Verdummungspropaganda – wird das “Monster Inflation” für die Kaufkraftverluste verantwortlich gemacht – und nicht, wie es korrekt wäre, eine bewußte Politik der Lohn- und Rentenkürzungen.

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