Neutrale Schweiz bereitet sich auf Ausschreitungen in Europa vor / Swiss army prepares for euro unrest

Swiss army prepares for euro zone unrest – Bildquelle: Google

Quelle:der standard

Schweizer Armee rüstet wegen Euro-Krise auf und übt den Ernstfall – Volksabstimmung über Wehrpflicht im nächsten Jahr

Angesichts der Vielzahl an Demonstrationen gegen die Sparmaßnahmen in der EU sieht sich auch die neutrale Schweiz bemüßigt zu reagieren. Obwohl das Land kein Mitglied der EU und der Währungsunion ist, wird die Schweizer Armee derzeit darauf vorbereitet, wie im Ernstfall mit Protesten umzugehen ist. Die Militärübung „Stabilo Due“ mit 2000 Mann im September sollte sicherstellen, dass, falls nötig, schnell auf interne Ausschreitungen und Unruhen oder den potentiellen Andrang von Flüchtlingen aus Ländern wie Griechenland, Spanien, Italien, Frankreich und Portugal reagiert werden kann. Sowohl Infanterie, Luftwaffe als auch Spezialeinheiten waren am seit 2010 geplanten Manöver beteiligt.

EU-Krise Vorwand für Aufrüstung

Das Schweizer Verteidigungsministerium geht davon aus, dass seine Truppen in den nächsten Jahren dringend benötigt werden. Die Sicherheit werde in den Ländern, die jetzt zum Sparen angehalten werden, drastisch sinken, weil kein Geld zur Instandhaltung der Armeen mehr da ist. „Wenn sich diese Länder nicht mehr verteidigen können, wird das die Situation in ganz Europa verschärfen“, sagt Verteidigungsminister Ueli Maurer im Magazin „Schweizer Soldat“. Armeechef André Blattmann will im Dezember einen Antrag einbringen, um zusätzlich 1.600 Soldaten vor Flughäfen, Industriebtrieben und internationalen Organisationen stationieren zu können.

Die Schweizer Grünen kritisieren das Vorgehen: „Das Verteidigungsministerium benutzt die Instabilität in Europa als Vorwand, um die Rolle des Militärs zu stärken und gegen die eigene Bevölkerung vorgehen zu können“, sagte Josef Lang gegenüber CNBC. Er glaubt nicht, dass es in der Schweiz zu ähnlichen Unruhen kommen könnte, wie in Griechenland oder Spanien. Die „Gruppe für eine Schweiz ohne Armee“ (GSOA) sieht das ähnlich. „Die Armee sucht verzweifelt nach Aufgaben, deretwegen sie weiter bestehen muss“, sagt ein Sprecher von GSOA.

Referendum angekündigt

Die Schweiz wird übrigens aller Voraussicht nach – genauso wie Österreich – im nächsten Jahr über die Wehrpflicht abstimmen. Wehrdienstpflichtige müssen in der Schweiz fünf Monate an Grundausbildung durchlaufen, werden jedoch danach jährlich zu Fortbildungs- und Wiederholungskursen einberufen. Derzeit umfasst das Schweizer Heer 200.000 Personen und ist damit in Relation zur Bevölkerung eines der Größten in Europa. (red/derStandard.at, 16.10.2012)

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Swiss army prepares for euro unrest

Quelle: EUobserver

The Swiss army is preparing for possible internal civil unrest as well as waves of refugees from euro-countries as the economic crisis drags on.
Switzerland, a non-EU, non-euro country landlocked between eurozone states, last month launched a military exercise to test its preparedness to deal with refugees and civil unrest.
“It’s not excluded that the consequences of the financial crisis in Switzerland can lead to protests and violence,” a spokesperson of the Swiss defence ministry told CNBC on Monday. “The army must be ready when the police in such cases requests for subsidiary help.”
Some 2,000 officers took part in the “Stabilo Due” military exercise in eight towns around the country, based on a risk map detailing the threat of internal unrest between warring factions and the possibility of refugees from Greece, Spain, France, Italy and Portugal, according to Swiss media reports.

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