Vetternwirtschaft in der CSU: Kein Geld mehr für die Gattin

csuQuelle: Spiegel Online

Selten hatte es die CSU mit einem Gesetz so eilig. Gerade ein paar Stunden lag der Entwurf vor, da sollte ihn der Landtag an diesem Mittwochmittag auch schon beschließen. Dann sollte endgültig Schluss sein mit der eher unglücklichen Praxis, dass Abgeordnete Ehepartner oder nahe Verwandte für sich arbeiten lassen – auf Kosten der Steuerzahler.

Möglichst schnell wollen die Christsozialen so ein Thema abräumen, das ihnen im Wahljahr mehr als ungelegen kommt. Denn wie in in diesen Tagen herauskam, machten von der staatlichen Familienhilfe allein CSU-Parlamentarier Gebrauch. 17 CSU-Landtagsabgeordnete haben demnach seit Jahren enge Angehörige in ihren Büros beschäftigt. Allen voran Fraktionschef Georg Schmid. Der hat seine Frau besonders üppig mit Staatsgeldern entlohnt – mit monatlich bis zu 5500 Euro. Rechtlich war wohl alles okay. Die Frage der Moral ist eine andere. Denn mit ihrem Verhalten, das weiß auch CSU-Chef Horst Seehofer, bedienen Schmid und seine Kollegen alle gängigen Vorurteile über Politiker. In sozialen Netzwerken ist von “Raffkes”, “Selbstbedienermentalität” und “Spezl-Wirtschaft” die Rede, Erinnerungen an die Amigo-Affären der Vergangenheit werden bemüht. Der CSU-Fraktionschef wird auf seiner Facebook-Seite als Schmarotzer beschimpft, die “Süddeutsche Zeitung” verpasste ihm den Beinamen “gieriger Georg”.

Advertisements
Post a comment or leave a trackback: Trackback URL.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: