Versteckt aber nicht vergessen – Russland und Pussy Riot

Maria Alekhina, Ekaterina Samutsevich, Nadezhda Tolokonnikova

Bildquelle: Google

Quelle: Deutschlandradio Kultur Weltzeit

Von Boris Schumatsky

Im Sommer letzten Jahres wurden drei Mitglieder der Punk-Gruppe Pussy Riot von einem Moskauer Gericht zu zwei Jahren Straflager wegen „Rowdytums“ verurteilt. Über Bewährungsanhörungen oder Solidaritätsaktionen berichten nur noch kleine unabhängige Medien. Vergessen ist die Gruppe dennoch nicht.

Ein Mann in Tarnuniform verprügelt eine Frau in grüner Häftlingsrobe. Das stumme Bild einer Überwachungskamera zeigt eine enge, fensterlose Gefängniszelle. Man hört Kommentare anderer Aufseher, die diese Szene live auf ihrem Überwachungsmonitor ansehen. Sie jubeln bei jedem neuen Schlag. Aber als ihr Kollege die sich inzwischen auf dem Boden krümmende Frau in den Bauch tritt, entfährt ihnen ein beschwichtigendes „Langsam, langsam“.

Auf Videoplattformen im Internet finden sich hunderte solcher Filme von Misshandlungen in den 758 russischen Strafkolonien: Sadistische Aufseher oder prügelnde Häftlinge, die im Auftrag der Lagerleitung andere Gefangene quälen. Derart geschlagen wurden die verurteilten Künstlerinnen Nadeschda Tolokonnikowa und Marija Aljochina von Pussy Riot in ihren Lagern bisher nicht – unmenschliche Haftbedingungen beklagen sie dennoch. Einer Journalistin der Nowaja Gezeta gelang es, beide Frauen in ihren Lagern zu befragen.   weiterlesen…

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