Rot-Rot-Grün: Linken-Politiker wollen “Tür offenhalten”

Bildquelle: Google

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Quelle: Axel Troost

Parteivize Troost und Ex-Vorsitzender Ernst plädieren für Gesprächsbereitschaft – Ziel sei, Merkel abzuwählen und soziale “Kernforderungen” durchzusetzen. Angesichts der politischen Umfragen haben Politiker der Linken appelliert, eine Zusammenarbeit mit SPD und Grünen nach der Bundestagswahl nicht auszuschließen. Der stellvertretende Parteivorsitzende Axel Troost sagte gegenüberder „Leipziger Volkszeitung“, die Linke sei „gut beraten, für die Zeit nach der Wahl nicht alle Türen zuzuschlagen“. Wenn Schwarz-Gelb „nur mit unseren Stimmen abgewählt werden kann, müssen Gespräche möglich sein“. (…)

In Umfragen kommen SPD und Grüne kommen in Umfragen derzeit zusammen auf Werte von 37 bis 40 Prozent. Die Linke wird von den Demoskopen mit 6 bis 8 Prozent bewertet. Vor allem die SPD-Spitze hat eine Kooperation mit der Linkspartei in der Vergangenheit immer wieder brüsk abgelehnt. Zuletzt hatte Parteichef Sigmar Gabriel erklärt, bei der Linkspartei müssten die Sozialdemokraten “sicher noch zehn Jahre” warten. “Dann werden die Klugen dort so weit sein, sich zu überlegen, was man mit uns gemeinsam machen kann.” Auch die Grünen haben der Linkspartei immer wieder vorgeworfen, “nicht regierungsfähig” zu sein. Die Frage einer Zusammenarbeit auf Bundesebene wird auch in der Linken kontrovers diskutiert.

Anmerkung C.R.: Die SPD-Spitze sollte dieses Gesprächsangebot zumindest nicht sofort wieder kategorisch ausschließen. Mit dem „Ausschließeritis“-Phänomen hat die SPD weder im Bund noch in den Ländern gute Erfahrung gemacht. Stattdessen sollten sie sich der mahnenden Worte Willy Brandts aus seiner Abschiedsrede erinnern:

„Darf die SPD es zulassen, dass ein Bürgerblock mit seinen publizistischen Hilfstruppen darüber entscheidet, ob dann, wenn die parlamentarische Konstellation dies möglich macht, die SPD teilhat an der Regierungsverantwortung oder nicht? Wollten und wollen wir zulassen, dass die Rechte uns unserer Bewegungsfreiheit beraubt und uns von ihren Gnadenerweisen abhängig macht? Ich meine: Darauf dürfen Sozialdemokraten sich auch in Zukunft nicht einlassen.“

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