USA registrieren Briefverkehr: Mal eben den Empfänger scannen

Broken glass covers an armed forces recruiting poster at the scene of an explosion outside the U.S. Armed Forces Career Center in New York's Times Square, March 6, 2008. Bildquelle: Google

Broken glass covers an armed forces recruiting poster at the scene of an explosion outside the U.S. Armed Forces Career Center in New York’s Times Square, March 6, 2008.
Bildquelle: Google

Quelle: taz

Fast 160 Milliarden Postsendungen bearbeitete die US-Behörde laut Jahresbericht im Jahr 2012 – und jede davon wurde abfotografiert. Absender und Empfänger werden so festgehalten und auf Anfrage an Strafverfolgungsbehörden weitergeben – ohne dass vorher eine richterliche Genehmigung nötig ist. Nicht nur Absender und Empfänger, auch wo die Post aufgeben wurde, kann so jederzeit nachverfolgt werden. Ein Überblick über Wege und Beziehungsgeflechte kann so erstellt werden. etwa Abhörmaßnahmen ohne viel Prozedere zu ermöglichen.

Die Registrierung des Briefverkehrs, so schreibt die New York Times, soll ebenfalls auf das Jahr 2001 zurückgehen. Zwölf Jahre später oft in Vergessenheit geraten gab es nach dem 11. September eine Reihe von Anthrax-Anschlägen, bei denen Briefe mit dem Milzbranderreger an Regierungsstellen und Politiker verschickt wurden. Fünf Menschen starben durch die Briefe. Danach soll das „Mail Isolation Control an Tracking“-Programm installiert worden sein. Wie lange die Daten gespeichert werden, ist unklar, doch macht es erneut das Ausmaß deutlich, in dem die USA bereit sind, ihre eigenen Bürger auszuspionieren. Viele Amerikaner – der Patriot Act wurde 2001 mit überwältigender Mehrheit beider Parteien im Kongress verabschiedet – nehmen die Einschränkung von Bürgerrechten und Privatsphäre für ein Gefühl erhöhter Sicherheit seit Jahren in Kauf.

dazu: U.S. Postal Service Logging All Mail for Law Enforcement

Quelle: New York Times

As the world focuses on the high-tech spying of the National Security Agency, the misplaced card offers a rare glimpse inside the seemingly low-tech but prevalent snooping of the United States Postal Service. Mr. Pickering was targeted by a longtime surveillance system called mail covers, a forerunner of a vastly more expansive effort, the Mail Isolation Control and Tracking program, in which Postal Service computers photograph the exterior of every piece of paper mail that is processed in the United States — about 160 billion pieces last year. It is not known how long the government saves the images.

Together, the two programs show that postal mail is subject to the same kind of scrutiny that the National Security Agency has given to telephone calls and e-mail… At the request of law enforcement officials, postal workers record information from the outside of letters and parcels before they are delivered. (Opening the mail would require a warrant.) The information is sent to the law enforcement agency that asked for it. Tens of thousands of pieces of mail each year undergo this scrutiny.

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