Steinbrücks absurder Wahlkampf

SPD-Kavallerist Steinbrück - Bildquelle: Google

Finanzmarkt-Deregulierer Steinbrück (SPD)

Quelle: Post von Horn

Steinbrücks Wahlkampf wird zunehmend absurd. Immer stärker widerspricht er der Rationalität und Lebenserfahrung, mit der normale Menschen ihren Alltag ordnen. Der Zuschauer kann nur noch staunen: Die SPD mag nicht aufhören, sich zu täuschen. Neuer Höhepunkt des Selbstbetrugs durch Selbstsuggestion: Steinbrück glaubt, die SPD könne fünf Millionen ehemalige Wähler zurückgewinnen.

Tagträume statt Politik

Seit sein Vorbild Gerhard Schröder 1998 Kanzler wurde, verlor die SPD 10 Millionen Wähler. Die meisten seien nicht zu anderen Parteien gewechselt, weiß Steinbrück von Wahlforschern. Hole die SPD die Hälfte zurück, sei die Wahl zu gewinnen, meint er.

Warum die zehn Millionen der SPD den Rücken kehrten, sagt er nicht. Warum sie zur SPD zurückkehren sollten, auch nicht. Die SPD hat sich mit den Ursachen ihres Niedergangs nie auseinandergesetzt.
Und so fällt es Steinbrück nicht schwer, Tagträume als Politik auszugeben.

Viele der zehn Millionen flohen vor der SPD, weil Schröders Agenda-Politik dazu beitrug, ihre Lebensverhältnisse zu verschlechtern. Die Zahl der Armen wuchs auch, weil die SPD die Voraussetzungen für die Zunahme von Billig-Jobs schuf.
Dafür, dass die Partei heute die Auswüchse ihrer Politik bedauert und beseitigen will, können sich die Opfer nichts kaufen. Werden sie sich dem Agenda-Fan Steinbrück und der SPD wieder öffnen?

Ohne Bezug zur Realität

Viele Wähler verlor die SPD auch, weil sie dafür sorgte, dass Betriebsrenten versteuert werden müssen. In der SPD-Hochburg Ruhrgebiet fühlen sich viele Zehntausend Betriebsrentner von der Partei ausgeraubt. Werden sie sich Steinbrück und der SPD erneut öffnen?

Seit vielen Jahren werden Arbeitnehmer weit vor der Pensionsgrenze in den Vorruhestand geschickt, mit spürbaren Abschlägen bei der Altersversorgung. Die SPD schob den Rentenbeginn auf 67, verringerte damit die Ruhestandsbezüge und verschlechterte den Lebensstandard der Alten. Viele wandten sich deshalb von der Partei ab. Werden sie sich Steinbrück und der SPD öffnen?

Während Steinbrück vom Wahlsieg redet, sinken die Umfragewerte der SPD. Sie deuten auf das Ende der Volkspartei hin. Steinbrücks Anspruch wirkt so, als habe er den Bezug zur Realität verloren. Das könnte manchen Wähler bestärken, ihn auf den Boden Realität zurückzuholen, und ein Grund dafür sein, warum die SPD in Umfragen nicht voran kommt.

Ansehen auf dem Tiefpunkt

Die schlechten Werte lassen auch das Wahlziel der SPD absurd erscheinen. Gemeinsam sind Rot und Grün schwächer als die Union. Die Chance, dass SPD und Grüne die Mehrheit erringen, geht gegen Null. Der SPD-Wahlkampf kommt nicht auf Touren. Der linke Flügel der Partei lahmt. Er misstraut Steinbrück und befürchtet eine große Koalition. Viele in der SPD sorgen sich, sie könnte die Erosion der desolaten Partei beschleunigen.

Obwohl die Mehrheit der Wähler eine große Koalition akzeptiert, beeilen sich nun führende Genossen, sie auszuschließen, um die Mitglieder zum Wahlkampf zu motivieren. Die Angst ist groß, die Partei könnte bei der Wahl im Herbst noch unterhalb der miserablen 23 Prozent von 2009 landen. Ob die Absage an die große Koalition nach der Wahl Bestand hat, bleibt der Phantasie der Wähler überlassen.

Steinbrücks Zuversicht, er könnte das Ruder noch herumreißen, dürften die meisten Wähler ebenfalls als absurd empfinden. Er hat sich nach allen Regeln der Kunst diskreditiert. Sein Ansehen ist auf einem Tiefpunkt. In seiner Partei ist er umstritten. Sein Verhältnis zu Parteichef Gabriel und Generalsekretärin Nahles ist gestört. Die Umfragen zeigen, dass es ihm nicht gelingen will, Menschen zu binden.

Griff nach dem Strohhalm

Zudem wird in der SPD längst über die Zeit nach seiner Niederlage geredet. Sollte Steinbrück schlechter abschneiden als sein Vorgänger Steinmeier, erwarten viele das große Beben in der SPD. Es wird dann wohl kein Stein mehr auf dem anderen bleiben. Auch dieses Geraune gehört zu den Absurditäten des SPD-Wahlkampfes, die von Wählern wahrgenommen werden.

Rot-Grün kann aus heutiger Sicht nur gewinnen, wenn sich Merkel selbst demontiert. Ausschließen kann man das nicht. Dass sie dazu neigt oder es darauf anlegt, ist bisher nicht zu erkennen. Steinbrück greift nach dem Strohhalm: Er versucht, sie mit dem Abhör-Skandal in Verlegenheit zu bringen, und hofft, dass die Partei und die Wähler ihm folgen. Ob das gelingt, ist noch längst nicht sicher. Am Ende könnte es auch darauf hinaus laufen, dass die Menschen Merkel am ehesten zutrauen, das Abhör-Problem mit seinen vielen Facetten zu lösen.

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