Griechenland in der Krise: Ein Land geht zu Fuß

Griechenland wehende FlaggeQuelle: Tagesspiegel

Immer weniger Griechen können sich ein Auto leisten und melden es ab. Seit Beginn der Krise 2009 haben bereits 1,5 Millionen Griechinnen und Griechen ihre Fahrzeuge stillgelegt. Am Straßenrand ohne Nummernschilder geparkte Autos sind inzwischen ein gewohnter Anblick, obwohl diese Art des Dauerparkens nicht erlaubt ist. Die Besitzer müssen fürchten, dass die Autos irgendwann abgeschleppt und verschrottet werden. Vielleicht hoffen sie sogar darauf, um die Kosten für den Abtransport zu sparen. Andere Autobesitzer haben ihre stillgelegten Fahrzeuge auf Privatgrundstücken abgestellt und mit Planen geschützt – in der Hoffnung auf bessere Zeiten. Mit der Einführung der neuen Luxussteuer auf alle Fahrzeuge mit mehr als 1929 Kubikzentimetern Hubraum wird der Kfz-Bestand noch einmal deutlich dezimiert.

Seit Anfang November haben mehr als 100 000 Fahrzeugbesitzer ihre Kennzeichen bei den Behörden abgeliefert. Auto- und Luxussteuern können sich für größere Fahrzeuge auf bis zu 6700 Euro im Jahr summieren. Es gibt nur noch wenige, die sich das leisten können. Die Arbeitslosenquote beträgt aktuell 27 Prozent. Die Kaufkraft der griechischen Privathaushalte hat sich seit Beginn der Krise um durchschnittlich fast 40 Prozent verringert. Im dritten Quartal 2013 lagen die Löhne um 5,7 Prozent unter dem Vorjahresniveau.

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