Plebejer müssen draußen bleiben

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Quelle: Telepolis

Studie weist hohe soziale Auslese bei Journalistenschulen nach

Was passiert, wenn „Zeit“-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo auf Ex-Verteidigungsminister Karl-Theodor von Guttenberg trifft? Nein, es gesellt sich nicht nur Haar-Gel zu Haar-Gel und Kaschmir-Pullover zu Kaschmir-Pullover, sondern dann geht es auch um die Verständigung der Macht-Eliten, die sich gegenseitig quasi am Geruch erkennen. Woher diese Eliten im journalistischen Feld kommen, hat Klarissa Lueg, Doktorandin an der TH Darmstadt in ihrer Dissertation „Habitus, Herkunft und Positionierung: Die Logik des journalistischen Feldes“ untersucht. Danach ist an Journalistenschulen, die als Rekrutierungsanstalten für journalistische Karrieren gelten, die soziale Auslese besonders gravierend: Mehr als zwei Drittel der Schüler stammen aus einer „hohen Herkunftsgruppe“. Kinder von Facharbeitern etwa kommen gar nicht vor. Die Autorin sieht aufgrund dieser Auslese eine Gefahr für eine „kompensatorische, anwaltschaftliche Berichterstattung“.

Die Geschichte geht prinzipiell so: Die wirklich guten Jobs an der Spitze mit hohem Einkommen und Renommee werden seit jeher unter den Angehörigen der Eliten weitergegeben. Damit das funktioniert, sind auf den Zufahrtsrampen für den Sessel des Aufsichtsratsvorsitzenden, des Bundesverfassungsrichters, des Universitäts-Dekans oder des Chefarztes kleine unsichtbare Ampeln aufgestellt, die regelmäßig auf Rot gestellt werden, wenn ein *Plebejer des Weges kommt.  weiterlesen…

Quelle: Wikipedia

Die *Plebejer (lat. plebs „Menge, Volk“) waren in der römischen Republik das einfache Volk, das nicht dem alten Adel, den Patriziern (lat. patres „Väter, Vorfahren“), angehörte. Es bestand vor allem aus Bauern und Handwerkern. Sie galten als Römer und standen nach den Ständekämpfen (ca. 500–287 v. Chr.) unter dem Schutz des römischen Rechts. Sie sind zu unterscheiden von den Sklaven, die zeitweise zwei Drittel der römischen Bevölkerung ausmachten.

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