Krim-Krise: Die Mär vom irren Iwan

 Wladimir Wladimirowitsch Putin - Präsident der Russischen Föderation - Bildquelle: www.kremlin.ru

Wladimir Wladimirowitsch Putin – Präsident der Russischen Föderation Bildquelle: http://www.kremlin.ru

Quelle: Spiegel Online

Überraschung! Die Deutschen haben ihren eigenen Kopf. In der Krim-Krise servieren Journalisten und Politiker die Geschichte vom kraftstrotzenden Russen, der Völkerrecht bricht. Aber die Leute wissen: Die Wahrheit ist komplizierter. (…)
Hat Merkel damit gerechnet? Immer lauter wird die Kritik an der unversöhnlichen Russlandpolitik der ostdeutschen Kanzlerin. Die Umfragen belegen schon seit mehreren Tagen, dass die Menschen die neue Konfrontation mit Moskau für falsch halten. Andererseits: Was zählt das Volk? “Die Leute sollen uns Politiker die Politik machen lassen, weil wir so viel mehr davon verstehen”, hat Angela Merkel einmal gesagt. So einfach wird sie es sich diesmal nicht machen können.

Jetzt melden sich prominente Kritiker zu Wort – auch solche, die allerhand “davon verstehen.” Von Helmut Schmidt über Gerhard Schröder, von Alexander Gauland bis Alice Schwarzer, von Gregor Gysi bis Klaus von Dohnanyi – diese Leute haben sonst wenig gemeinsam, jetzt eint sie die Skepsis gegenüber einer westlichen Politik, die mit Schuldzuweisungen allzu schnell bei der Hand ist (mehr dazu im neuen SPIEGEL).
Im Angesicht eines angenommenen Feindes lernen wir gerade den Unterschied zwischen einem freien und einem unfreien Pressewesen: In Russland werden die Medien von der Regierung gleichgeschaltet, bei uns übernehmen sie das gerne auch mal selbst. Für den Journalismus wird die Krim-Krise damit zur Sinn-Krise.

Anmerkung CR: Vielleicht überzeugt Augstein auch mal das Mitglied der “Spiegel”-Chefredaktion, Nikolaus Blome, von seinen Thesen. Blome hatte kürzlich noch dem Altkanzler Helmut Schmidt Bequemlichkeit im Umgang mit der Krim-Krise vorgeworfen;  Schmidt und Putins Ukraine-Kurs: Der Altkanzler macht es sich bequem.
Übrigens: Die Reklame der Initiative Neue Soziala Marktwirtschaft -rechts neben der Kolumne- trägt nicht zur Glaubwürdigkeit des “Spiegel”-Magazins bei.

Advertisements
Post a comment or leave a trackback: Trackback URL.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: