Streik wegen geplanter Reformen: Chaos vor Notapotheken in Griechenland

Flagge Griechenland

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Quelle: Spiegel Online vom 28.03.2014

In Griechenland sollen Medikamente künftig auch in Supermärkten verkauft werden – aus Protest gegen die Neuregelung sind viele Apotheker des Landes in den Streik getreten.

Lange Warteschlangen, wütende Bürger: Weil viele Apotheker gegen geplante Reformen streiken, sind in Athen nur 36 von 3800 Apotheken geöffnet – bei 3,5 Millionen Anwohnern. Vor den Filialen spielen sich deshalb teils chaotische Szenen ab, berichtet das griechische Fernsehen. “Die Situation ist tragisch”, sagte ein aufgebrachter Mann, der seit zwei Stunden in einer langen Schlange vor einer Apotheke im Zentrum Athens wartete.
Vertreter des Verbandes der griechischen Apotheken erklärten, “wir werden solange kämpfen, bis die Regierung einlenkt”. Grund für den Streik sind Neuregelungen zur Liberalisierung des Berufsstandes. So sollen künftig auch Medikamente in Supermärkten verkauft werden können, erstmals sollen auch Apothekenketten erlaubt sein. Bislang sind Apotheken lizenziert: Nur jeweils ein Apotheker darf eine Apotheke betreiben. Zudem ist die Anzahl der Lizenzen limitiert.

Anmerkung CR: War Chile früher ein „Test-Labor“ für neoliberale Erkenntnisse der „Chicago-Boys“ (Chicago Boys), so könnte nun Griechenland ein „Labor“ für neoliberale Experimente innerhalb der EU sein. Könnte es sein, dass in Deutschland lebenden Patienten ähnliches blüht?

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