Rechtsextreme Frauen: Verharmlost und verkannt

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Quelle: Blätter für deutsche und internationale Politik

Beate Zschäpes Ideologie und Gewaltbereitschaft wurden und werden noch immer unterschätzt: Bereits als 17jährige soll sie, gefragt nach ihren Zukunftswünschen, zu einem Sozialarbeiter gesagt haben, erst einmal müssten „die Ausländer weg“.[2] Vor 1998 – dem Jahr, als Zschäpe, Böhnhardt und Mundlos untertauchten – bildete sie mit anderen die Kameradschaft Jena und nahm an rechtsextremen Demonstrationen des „Thüringer Heimatschutzes“ teil. Sie beteiligte sich an gewaltsamen Aktionen, brach unter anderem einer Frau den Arm und wurde mehrmals bewaffnet von der Polizei aufgegriffen. Trotz alledem blieb Zschäpe strafrechtlich unbehelligt…
Bereits in den 90er Jahren wurde die rechtsextreme Szene vorwiegend als männliches Jugendphänomen wahrgenommen. So mancher hegte die Hoffnung, die sich rasant entwickelnde rechtsextreme Szene in Ostdeutschland würde sich eines Tages von selbst erledigen, nämlich dann, wenn die jungen Männer eine Familie gründen. Doch die einfältige Annahme, Frauen hätten per se einen positiven Einfluss auf Männer, erwies sich als falsch. Stattdessen gründeten die Frauen mit den Männern Familien; heute gibt es Kinder und Jugendliche, die in rechtsextremen Elternhäusern aufwachsen, und ganze Siedlungen, in denen rechtsextreme Familien völkische Gemeinschaften bilden…
Um dieser tiefen Verankerung rechter Strukturen etwas entgegenzusetzen, ist ein engagierter Einsatz vonnöten – und das Wissen um die Strategien rechtsextremer Frauen.

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