Oskar Lafontaine: „Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit – wenn man diese Werte ernst nehmen würde, hätten wir eine friedlichere Welt“

Oskar Lafontaine, DIE LINKE

Oskar Lafontaine, DIE LINKE

Quelle: Oskar Lafontaine

Anlässlich der heutigen Aussprache zur gemeinsamen Resolution „Für ein tolerantes Saarland – freiheitlich-demokratische Grundwerte verteidigen“ im Saarländischen Landtag erklärt Oskar Lafontaine: „Das ganze Gerede von Nächstenliebe, Brüderlichkeit und Menschlichkeit können wir uns sparen, wenn wir nicht bereit sind, dem Satz zuzustimmen, dass wir um dem Tod einer Hochzeitsgesellschaft durch eine Drohne in der arabischen Welt genauso trauern, wie um die Opfer in Paris.“ Lafontaine verwies darauf, dass Terrorismus im Gesetz als „rechtswidrige Anwendung von Gewalt, um politische Ziele durchzusetzen“ definiert werde. Eine echte Diskussion darüber, wie der Terrorismus in dieser Welt bekämpft werden kann, sei daher nur möglich, wenn man sich ehrlich die Frage stelle, wo es überall Terrorismus gibt und ob nicht auch der Westen Verantwortung für terroristische Anschläge habe. „Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit – wenn wir diese Werte tatsächlich ernst nehmen würden, hätten wir eine friedlichere Welt. Dann sähe auch die Außenpolitik vieler Staaten anders aus. Den Fremden nicht als Fremden sehen, sondern als Bruder oder Schwester – an dieser Idee des Abendlandes sollten wir festhalten.“

Anmerkung CR: Lafontaines Hinweis auf die -im Gesetz stehende (!)- Definition des Begriffes Terrorismus ist ganz wichtig.

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