Belgien kämpft

Quelle: junge Welt

Fast täglich neue Streiks. Heute Ausstand bei Bahnen und erneut Großdemonstration in Brüssel gegen Kürzungspolitik […]Besonders in der französischsprachigen Wallonie wächst die Unzufriedenheit. Seit über einem Monat streiken die Wachleute in den dortigen Gefängnissen dafür, mehr Personal einzustellen. Die Regierung schickte zur Notversorgung Soldaten in die Haftanstalten, machte aber kein akzeptables Angebot an die Gewerkschaften. Am Montag lehnte die Belegschaft des Gefängnisses in Namur den letzten Vorschlag ab, den Justizminister Koen Geens am Freitag gemacht hatte. »Wir haben nicht umsonst 35 Tage gestreikt«, erklärte ein Gewerkschafter. Belgien kämpft. Am vergangenen Mittwoch traten in Charleroi die Mitarbeiter des halbstaatlichen Bahnunternehmens NMBS spontan in den Ausstand, als sie hörten, dass ihnen zwei Ausgleichstage für Überstunden gestrichen werden sollten. Die Aktion weitete sich in Windeseile auf die gesamte Wallonie aus. Seitdem sind die Perrons in den Bahnhöfen verwaist, die Pendler steigen aufs Auto um. Mit den üblichen Folgen: Am Montag morgen standen die Belgier stundenlang in den zweitlängsten Staus des Jahres, 460 Kilometer maß die Blechlawine insgesamt.

Advertisements
Post a comment or leave a trackback: Trackback URL.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: