Mehr als eine Million Lohnabhängige müssen aufstocken

Quelle: Neues Deutschland

Obwohl die Erwerbslosenzahlen in Deutschland weiter zurückgehen, sind rund 1,1 Millionen abhängig Beschäftigte auf ergänzende Hartz-IV-Leistungen angewiesen. Dies teilte Sabine Zimmermann, stellvertretende Vorsitzende und arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Linksfraktion im Bundestag auf Basis von Angaben der Bundesagentur für Arbeit (BfA) mit. Nach dem aktuellen Arbeitsmarktbericht der Behörde ist die Zahl der Erwerbslosen in Deutschland im Juni um 50.000 auf 2,614 Millionen gesunken. Das wären 97.000 weniger als vor einem Jahr und der niedrigste Wert seit der Wiedervereinigung.
Viele Lohnabhängige würden jedoch trotz des vermeintlichen Aufschwungs in prekären Beschäftigungsverhältnissen feststecken, kritisierte die LINKE: »Eine Erhöhung des Mindestlohns um nur 34 Cent ist enttäuschend und hilft den vielen Niedriglohnbeziehern kaum aus der Armut heraus. Die Blockadehaltung der Arbeitgeber ist beschämend.« Mit dem aktuellen Stand des Mindestlohns könne zudem Altersarmut nicht verhindert werden, erklärte Zimmermann. Die Politik müsse handeln: »Dem Niedriglohnsektor muss der Kampf angesagt werden, anstatt halbherzig zu agieren.« Dazu gehöre die systematische Niedriglohnbeschäftigung in Form von Leiharbeit oder über Werkverträge zu unterbinden und Minijobs in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zu überführen.

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