Die Strategie der Konservativen, der Neoliberalen und der Militärs: Linke dürfen nirgendwo regieren, und wenn unvermeidbar, dann müssen sie von innen so angepasst werden, dass sie nicht mehr wehtun.

Man sieht am oben zitierten Zeit-Artikel, mit welchen unfairen Mitteln vor allem Kipping, aber auch Riexinger arbeiten. Riexinger und Kipping (man muss wissen: Riexinger hat als Spitzenkandidat in Baden-Württemberg gerade einmal 2,9 Prozent erreicht) meinen offensichtlich, sie könnten das Ergebnis bei der saarländischen Landtagswahl von 12,8 Prozent schlecht reden. Ein Ergebnis, das bei den Grünen und der FDP in Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein zu Jubelstürmen geführt hat. Lafontaine hatte sich im Interesse der Gesamtpartei noch einmal breitschlagen lassen, als Spitzenkandidat anzutreten, vor allem auch, weil ein Absturz im Saarland und ein Nicht-Einzug der LINKEN in Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen ein denkbar schlechter Auftakt für die Bundestagswahl gewesen wäre. Die unter Bezugnahme auf Özlem Demirel vorgebrachte Kritik an Wagenknechts differenzierter Auffassung zur Flüchtlingsaufnahme wird durch die Wahlergebnisse in den sozialen Brennpunkten des Ruhrgebietes widerlegt. In Gelsenkirchen mit vielen sozialen Brennpunkten beispielsweise, erreichte die AfD 14,59 Prozent und DIE LINKE nur 5,01. Und das häufigste Argument, warum Leute mit unsicheren Arbeitsplätzen und geringen Einkommen DIE LINKE nicht wählen, war der Verweis auf die Haltung der Parteivorsitzenden Kipping zur Flüchtlingspolitik: Alle, die nach Deutschland kommen, sollen aufgenommen werden und 1050 Euro im Monat erhalten.

Eine solch absurde Position vertreibt die Wähler in Scharen. Die zur Kipping-Gruppe gehörende 33-jährige Spitzenkandidatin Özlem Demirel hatte diese Auffassung im Wahlkampf vertreten und zu den Ereignissen auf der Domplatte in Köln eine ähnliche Stellungnahme abgegeben wie die Grünen-Vorsitzende Simone Peter. Während die Grünen-Politikerin mit einem Shit-Storm überzogen wurde und die Umfrageergebnisse der Grünen ins Rutschen kamen, blieb DIE LINKE aufgrund der mangelnden Bekanntheit Demirels relativ ungeschoren.

Nicht alle Wähler verstanden auch, dass Demirel noch ein paar Tage vor der Wahl in Nordrhein-Westfalen wieder eine Tolerierung von Rot-Grün durch DIE LINKE ins Gespräch gebracht hatte, obwohl Hannelore Kraft DIE LINKE, die sie 2010 durch ihre Tolerierung ins Amt brachte, regelrecht vorgeführt hatte, weil sie Neuwahlen zu einem Zeitpunkt ansetzte, als DIE LINKE in Schwierigkeiten war und so DIE LINKE aus dem Parlament hinaus katapultierte.

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