Category Archives: Militarisierung

Wir müssen aufrüsten!

Oskar Lafontaine

Oskar Lafontaine

Quelle: Oskar Lafontaine via Facebook

Der Russe steht wieder vor der Tür!!!! Und über eine Milliarde Chinesen sind bis an die Zähne bewaffnet und warten nur darauf, bei uns einzufallen!!! Wir müssen aufrüsten!!!!
Die USA wollen die „Verantwortung“ nicht mehr alleine tragen! Sie geben 596 Milliarden Dollar für „Verteidigung“ aus und die europäischen Nato-Partner mit Kanada nur 273 Milliarden (2015).
Die USA unterhalten „zur Verteidigung der Freiheit“ an die 1000 Militärstationen in aller Welt, führen völkerrechtswidrige verdeckte Kriege und den ebenfalls völkerrechtswidrigen Drohnenkrieg und mussten zu ihrer „Verteidigung“ nach dem Zweiten Weltkrieg zahllose Kriege führen, mit vielen Millionen Toten – die Zahlen schwanken zwischen sechs und 30 Millionen. Und jetzt müssen sie Russland und China einkreisen, damit sie bei der Eroberung von Rohstoffen und Absatzmärten nicht gestört werden. Bei dieser „verantwortungsvollen“ Außenpolitik können wir die Vereinigten Staaten nicht im Stich lassen.
Kriegsministerchen Ursula von der Leyen verkündet jetzt auf allen Kanälen, Deutschland müsse weiter aufrüsten und „mehr Verantwortung übernehmen“. Selbstverständlich sieht das ihre Chefin Angela Merkel genauso. Nur die Partei DIE LINKE warnt vor weiteren Aufrüstungsrunden und wird durch die Zahlen bestätigt. Weshalb sollten eigentlich die Europäer weiter aufrüsten, wenn der Russe vor unserer Tür 66,4 Milliarden in die Rüstung steckt und die bis an die Zähne bewaffneten Chinesen 215 Milliarden? Allein der enge Freund und Verbündete der USA, Saudia-Arabien (Rüstungsausgaben: 87,2 Milliarden) – Moslems aus dem friedliebenden Saudi-Arabien, das im Jemen im Auftrag der USA „die Freiheit verteidigt“, dürfen weiter in die USA einreisen – gibt mehr aus als der „böse Russe“.
Wir sind wieder mitten im Kalten Krieg und die Rüstungshetzer kriechen aus allen Löchern. „Terrorismus ist der Krieg der Armen und der Krieg ist der Terrorismus der Reichen“, sagt das bekannte Zitat von Peter Ustinov. Ja, höhere Rüstungsausgaben führen zu weiterem Terrorismus. Terrorismus ist nach einem in der Öffentlichkeit vergessenen deutschen Gesetz die rechtswidrige Anwendung von „Gewalt als Mittel zur Durchsetzung international ausgerichteter politischer oder religiöser Belange“. Aber wen kümmern schon die deutschen Gesetze, wenn der „große Bruder“ Gehorsam wie beim völkerrechtswidrigen Krieg in Syrien verlangt? Und während die „westliche Wertegemeinschaft“ die Kriegsausgaben erhöht, sterben Millionen an Hunger und Krankheit.

KenFM im Gespräch mit: Hermann Ploppa „Hitlers amerikanische Lehrer“

Quelle: KenFM

„Du sollst keine anderen Götter neben mir haben“

Dieser Satz steht unsichtbar über jedem Imperium. Die Botschaft ist eindeutig. Wer sich fügt, kann als Vasall ein mehr oder weniger passables Leben führen. Er kann als „Haussklave 2.0“ sogar eigene Ideen in die Machtpyramide einbringen. Was er nicht kann, ist Ansprüche stellen oder sich zu der Frage aufschwingen, wann denn mit dem Ende der Knechtschaft zu rechnen sei. NIE!

„Du sollst keine anderen Götter neben mir haben“, bedeutet aber auch, dass das Imperium alles dafür tun muss, dass etwaige Alternativen gar nicht erst entstehen. Teile und Herrsche ist daher oberste Maxime eines Imperiums, will es ab einer bestimmten Größe stabil bleiben. Das erkannten die Römer, das Britische Empire und seit Ende des ersten Weltkrieges die USA.

Der Feind der USA war seit der Russischen Revolution vor allem der Großraum Eurasien. Hier waren die Kommunisten im Vormarsch. Wer sich die Landkarte ansieht, muss erkennen, dass hier auch der größte Teil der weltweiten Gas- und Ölvorkommen im Boden liegen. Wer über diese Bodenschätze die Kontrolle gewinnt, würde die Welt beherrschen, erkannte die Seemacht Großbritannien schon früh und entwarf daher die Herzlandtheorie, welche von den Strategen der USA schon deutlich vor dem ersten Weltkrieg als richtig erkannt wurde. USA und England sind beide nicht Teil der eurasischen Landmasse. Weiterlesen

Gorbatschow: Welt bereitet sich auf Krieg vor

Quelle: n-tv

In einem Gastbeitrag für das US-amerikanische „Time“-Magazin richtet der ehemalige Präsident der Sowjetunion Michail Gorbatschow einen Appell an den neuen Präsidenten der Vereinigten Staaten Donald Trump und an Kreml-Chef Wladimir Putin: „Politiker und militärische Führer klingen zunehmend kämpferischer und verbreiten gefährliche Doktrinen. Auch Kommentatoren und Fernsehjournalisten schließen sich dem an. Es sieht alles danach aus, als würde sich die Welt auf einen Krieg vorbereiten.“ Jetzt sei die Zeit, um Entscheidungen zu treffen und zu handeln, warnt Gorbatschow.
Das Budget der Staaten reiche kaum dafür aus, um die grundlegenden Bedürfnisse der eigenen Bürger zu sichern und trotzdem würden sie ihr Geld lieber in Waffen investieren. „Die Welt steht zurzeit vor so vielen Problemen, aber kein Problem ist dringender als die Militarisierung der Politik und das neue Wettrüsten.“ Die Beziehung zwischen den Supermächten würde zusehends schlechter werden und die Gefahr eines Atomkriegs schien noch nie so real wie heute.
„In der modernen Welt sollten Kriege verboten sein“, hebt Gorbatschow hervor, „denn keines der globalen Probleme, vor denen wir stehen, kann durch Krieg gelöst werden – nicht die Probleme der Armut, der Umwelt, der Migration, des Bevölkerungswachstums oder der Ressourcenknappheit.“

Anmerkung Christian Reimann: Bitte lesen Sie in diesem Zusammenhang auch bzw. erneut
Von der Restauration ins Zeitalter der Gedankenlosigkeit und des politischen Desinteresses. Schlaglichtartig sichtbar am Aufschrei über Trumps „NATO = obsolet“. und – insbesondere im Hinblick auf die deutschen Militärausgaben – Höhere Rüstungsausgaben wegen Trump? Es ist an der Zeit, die Weichen neu zu stellen.
Hoffentlich hören also nicht lediglich die Präsidenten Putin und Trump, sondern u.a. auch Bundeskanzlerin Merkel, Bundesverteidigungsministerin von der Leyen und Bundespräsident Steinmeier diesen Appell. Anstelle der Armeen und Rüstungskonzerne sollten z.B. die Armen begünstigt werden.

Die Ära der Krokodilstränen nähert sich dem Ende

Wer sagt, Meryl Streep sei als Schauspielerin „überbewertet“, hat ganz offensichtlich keine Ahnung vom Business. Die Vorstellung, die Streep bei der Verleihung der Golden Globe Awards gab, war jedenfalls in jeglicher Hinsicht oscarreif. Während der Schauspielerin die Krokodilstränen aus den Äuglein tropften und sie über die Gewalt dozierte, die nun mit Donald Trump über das Land kommen wird, hielt das Publikum den Atem an – und klatschte zusammen mit den Massenmedien dies- und jenseits des Atlantiks frenetisch Beifall. Abseits der Redaktionsbüros und VIP-Ränge im noblen Beverly Hilton Hotel wurde Streeps pathetischer Auftritt jedoch nicht so kritiklos gefeiert. Die ebenfalls sehr emotionale Gegenrede des leidlich bekannten linken Rappers AnOmaly schauten sich alleine auf Facebook binnen weniger Stunden mehr als sieben Millionen Menschen an. Das Meinungsmonopol der Eliten ist offenbar in Auflösung begriffen. Von Jens Berger.

Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verfügbar.
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