Tag Archives: Fukushima

Keine Bürgschaften für Atomexporte!

Annette Groth

Am 11. März jährte sich der Atom-GAU von Fukushima. Ein Jahr nach dem gewaltigen Beben und dem Tsunami sind in Japan nur noch 2 Atomkraftwerke von 54 am Netz. Dennoch ist in Japan die von den Atomkraftbefürwortern angedrohte Stromknappheit nicht eingetreten.

Auch in Deutschland zeigt sich, dass die Entscheidung, Atomanlagen sofort abzuschalten zu keinen Problemen geführt hat. Die deutschen Energieerzeuger haben trotz eines extrem kalten Winters und dem dadurch erhöhten Energiebedarf Strom ins „Atomwunderland“ Frankreich exportiert. DIE LINKE wird sich weiterhin für eine schnellstmögliche Abschaltung aller Atomanlagen in Deutschland einsetzen. Der Ausstiegsbeschluss der Bundesregierung, unter Zustimmung von SPD und Bündnis 90/Die Grünen ist nicht zu vertreten und soll auch in Deutschland noch Atomstromproduktion bis ins Jahr 2022 möglich machen. DIE LINKE fordert daher, einen EU-weiten Atomausstieg umgehend und dauerhaft einzuleiten.

Umso unverständlicher ist es, dass die Bundesregierung den Bau des Atomkraftwerks Angra 3 in Brasilien über Hermesbürgschaften in Höhe von 1,3 Milliarden Euro fördern wird. Dieser Atomanlage wurde bereits im September letzten Jahres ein höheres Risikopotential als Fukushima Daiichi durch ein Gutachten bescheinigt. Diese Risiken der Atomkraft sind nicht länger zu verantworten, geschweige denn zu subventionieren. Diese Bürgschaften sollten daher auch von der Bevölkerung nicht länger hingenommen werden. Fukushima hat der Welt gezeigt, dass langfristig das Restrisiko von Atomkraftwerken immer deutlich höher bleibt, als je von seinen Erbauern und Betreibern für möglich gehalten wird.

Die LINKE fordert daher den sofortigen Ausstieg aus der Atomkraft! Keine Bürgschaften für Atomexporte!

DIE LINKE Annette Groth, MdB

Bleichstr. 3a 75173 Pforzheim

Tel.: 07231/4240344 Fax.: 07231/4240346

www.annette-groth.de

Klick das Gegen-Medium: www.weltnetz.tv !

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Weltspiegel – Japan: Schweigen, Lügen und Vertuschen rund um Fukushima

Quelle: Weltspiegel   vom 22.01.2012

Das Tor in eine andere Welt: Nur für den Mann im Schutzanzug öffnet es sich. Bunsei Watanabe ist Abgeordneter von Namie. Die Stadt liegt in der Sperrzone von Fukushima – eine Geisterstadt. Watanabes Auftrag: Er soll den Stand der Dekontaminierung überprüfen. Das Ziel: Eine möglichst schnelle Rückkehr der Bewohner in ihre Heimat. Seine Reise hat Bunsei Watanabe für uns gefilmt. Den Besuch in dieser unwirklichen Gegend: Kalt, menschenleer, gefährlich.  weiterlesen…

Nie wieder Fukushima

Fukushima März 2011

Dieser Tage erscheint bei „KLARtext e.V.“ eine Schrift von Rainer Roth und Jens Wernicke mit dem Titel „Der Kernschmelze keine Chance! Vorrang für Kraft-Wärme Koppelung“ [PDF – 875 KB].

Die Autoren zeichnen ein realistisches Bild über die Umweltverseuchung in Fukushima und zeigen die Interessen der Atomlobby auf, außerdem beschreiben sie die Mythen und Legenden der angeblichen „Atomausstiege“ der rot-grünen und schwarz-gelben Bundesregierungen. Die Autoren haben uns die Textauszüge aus dem 120 Seiten umfassenden Bändchen zur Verfügung gestellt. Hier zunächst die Einleitung „Nie wieder Fukushima“. Weiterlesen

Fukushima: Mehr radioaktives Xenon als bei Tschernobyl

Zustand der Reaktorblöcke 1 bis 4 (von rechts nach links) am 16. März 2011 nach mehreren Explosionen und Bränden - Fotoquelle: Wikipedia

Quelle: scinexx

Größte Belastung bereits unmittelbar nach dem Erdbeben – vor dem Tsunami

Ein internationales Forscherteam aus Norwegen, Österreich, Spanien und den USA kommt zu dem Ergebnis, dass durch den Super-GAU in Fukushima 2,5-mal so viel radioaktives Edelgas Xenon-133 freigesetzt wurde wie durch Tschernobyl. Es gibt laut Studie zudem “starke Hinweise” darauf, dass die Freisetzung am 11. März 2011 infolge des Erdbebens bereits gegen 15 Uhr japanischer Zeit und somit noch vor dem Eintreffen des Tsunami begann. Für die Wissenschaftler ein Hinweis für “strukturelle Schäden” an den Reaktoren durch die Einwirkungen durch das Erdbeben um 14.46 Uhr.    weiterlesen

Anmerkung NachDenkSeiten-Leser A.M.: “Das Studienergebnis ist somit ein weiterer Beleg dafür, dass die Darstellung der Atomindustrie, der japanischen Regierung, aber auch der deutschen Reaktorsicherheitskommission, wonach das Erdbeben alleine – ohne den dadurch ausgelösten Tsunami – nicht zum Super-GAU geführt hätte, falsch sein dürfte”, so Henrik Paulitz, Atomexperte der atomkritischen Ärzteorganisation IPPNW. “Der Versuch der Atomlobby, die weltweit massive Erdbebengefährdung von Atomkraftwerken herunterzuspielen zu wollen, ist mit der neuen Studie wohl endgültig gescheitert.

Es ist schon erstaunlich, wie die Reaktorsicherheitskommission und andere deutsche Regierungsstellen unbeirrt an der kaum noch haltbaren Tsunami-Theorie festhalten – vermutlich um erdbebengefährdete Anlagen wie Philippsburg-2 und Neckarwestheim-2 aus der politischen Schusslinie zu bringen.” Glück im Unglück hatte der Großraum Tokyo mit seinen rund 36 Millionen Einwohnern: Als die dichteste “radioaktive Wolke” am 15. März über die Hauptstadt hinweg zog, regnete es nicht. Wie dramatisch diese Tage waren, machte Ex-Premier Naoto Kan unlängst deutlich: Seine Regierung habe nach dem Erdbeben durchaus über eine Evakuierung der Einwohner Tokyos nachgedacht. Das hätte bedeutet, dass Tokyo zur Sperrzone geworden wäre. In dem Moment, so Kan, habe er daran gezweifelt, dass Japan als Staat weiterfunktionieren könne.“