Schlagwort-Archiv: Occupy Wall Street

Rezension: Hans Jürgen Krysmanski, 0, 1 % Das Imperium der Milliardäre

Quelle: NachDenkSeiten

Der Verfasser dieses Werks beschäftigt sich mit Außerirdischen („Aliens“). Das ist auf den ersten Blick verwunderlich, wenn man bedenkt, dass Hans Jürgen Krysmanski ein höchst anerkannter Vertreter einer der Realität zugewandten Wissenschaft (Soziologie) ist. Und in der Tat ist das hier zu besprechende Buch alles andere als „Science Fiction“. Es beschäftigt sich mit der Wirklichkeit, und zwar mit einer extrem ungleichen und hässlich gewordenen Gesellschaft. Der Autor befasst sich mit einer zahlenmäßig kleinen Gruppe von Menschen, den wenigen „Superreichen“, die letztlich über eine unübersehbar große Zahl von Menschen und deren Schicksal entscheiden. Eine Buchbesprechung von Wolfgang Hetzer[*].

Krysmanski geht zunächst der Frage nach, ob die Milliardäre dieser Welt eine legitime Rolle spielen. Unter der reizvollen Überschrift „Eat the Rich“ kommt Krysmanski in einem Prolog angesichts des Einflusses von Milliardären schon bald zu dem beunruhigenden Ergebnis, dass ein amerikanischer Präsident wahrscheinlich billiger zu haben ist als eine ordentliche Siebzig-Meter-Luxusmotoryacht. Er begnügt sich jedoch nicht mit polemischen Vermutungen. Krysmanski legt bei der Betrachtung eines „weiten Feldes“ analytisch dar, dass die Epoche des Kapitals zu Ende geht. Weiterlesen

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Der Kampf zwischen Gläubigern und Schuldnern

Quelle: Deutschlandradio Kultur tacheles

Youtube: Schulden, die ersten 5000 Jahre

Autor von „Schulden. Die ersten 5000 Jahre“ über geliehenes Geld und den kommenden Schuldenerlass

David Graeber im Gespräch mit Martin Hartwig   –  Zum Hören….

Was sind Schulden? Was ist Geld? Was ist Gesellschaft? David Graeber holt bei der Beantwortung dieser Fragen weit aus. Der Anthropologe geht in seinem Bestseller „Schulden – Die ersten 5000 Jahre“ den Vorstellungen von Schuld und Schulden seit Anbeginn der Menschheit nach.

Martin Hartwig: Heute mit dem Anthropologen und Occupy Wallstreet Aktivisten David Graeber, der sich hier im Funkhaus am Hans Rosenthal Platz den Fragen von Martin Hartwig stellt. Herzlich Willkommen David Graeber:

David Graber: Thank You

Hartwig: David Graeber kann sich nicht über mangelnde Aufmerksamkeit beklagen. Seit sein Buch „Schulden, die ersten 5000 Jahre“ auf Deutsch erschienen ist, reißen sich die deutschen Medien geradezu darum, mit dem amerikanischen Professor zu reden. Graeber, 51 Jahre alt, in den USA geboren und aufgewachsen, lehrt am Goldsmiths Collage der Universität London Anthropologie und hat sich darüber hinaus einen Namen als Unterstützer und Aktivist der Occupy Wallstreet Bewegung in den USA gemacht hat. Seine Untersuchung über die Schulden stieg sofort nach ihrem erscheinen in die Bestseller Listen auf. Graeber schlägt darin einen ganz großen Bogen und beschreibt die Geschichte der Menschheit als einen Kampf zwischen Gläubigern und Schuldnern.

David Graeber, sind sie überrascht von ihrem Erfolg in Deutschland? Weiterlesen

Empörung über brutale Polizisten

Quelle: Salzburger Nachrichten

Occupy. Polizisten sprühten friedlich protestierenden Studenten in Kalifornien Pfefferspray ins Gesicht.

Der Beamte schüttelt die Spraydose, richtet sie auf den ersten Studenten, der auf dem Boden kauert, und drückt ab. Methodisch schreitet er die Sitzblockade auf dem Campus der renommierten University of California in Davis ab und sprüht einem Demonstranten nach dem anderen einen rötlichen Strahl mit Pfefferspray ins Gesicht. Reglos wie jemand, der Unkrautvernichtungsmittel im Garten versprüht.

„Schämt Euch, schämt Euch“ schallt es von den Umstehenden über den Campus. „Das sind noch Kinder“, ruft jemand voller Empörung. Dann rückt die Universitätspolizei in voller Schutzkleidung an und trägt die husteten Studenten davon. Zwei müssen später im Krankenhaus wegen der Pfefferspray-Verletzungen behandelt werden. Zehn werden festgenommen.

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Occupy Wall Street ist so wichtig, „weil es im Herzen des Empire stattfindet“

Arundhati Roy im Interview mit „Democracy Now!“ 17.11.2011

Arundhati Roy spricht über die Bedeutung von Occupy Wall Street, sowie über ihr neues Buch „Walkin with Comrades“, eine Chronik ihrer Zeit in den indischen Wäldern neben Guerilleros, die Widerstand gegen die Militärgewalt der indischen Regierung leisteten.


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